

Haus Franke. Das einzigartige Landhaus in der Wahnfriedstraße 1 an der Ecke zum Maximiliankorso steht heute unter Denkmalschutz. In der Denkmalliste wird es als Haus Franke, 1909 aufgelistet. Es zählt zu den ersten Bauten in der neu gegründeten Gartenstadt Frohnau, die am 07. Mai 1910 eröffnet wurde. Der Entwurf des Hauses stammt vom Architekten Paul Poser (1876-1940). Das Einfamilienhaus wurde im Auftrag der Berliner Terrain-Centrale als schlüsselfertiges Musterhaus errichtet. Ansichten und Grundrisse wurden in Werbeschriften der B.T.C. veröffentlicht.
Ausführlicher Text
Fußläufig vom Ortszentrum, angrenzend an den als Hauptstraße angelegten Maximiliankorso, ließ die Berliner Terrain-Centrale (BTC), die Immobiliengesellschaft des Fürsten von Donnersmarck, ein stattliches Musterhaus erbauen. Entworfen wurde das Landhaus vom Chefarchitekten der BTC, Paul Poser (1876-1940). Seine farbigen Entwürfe unterschiedlicher Landhäuser wurden in einer Werbebroschüre präsentiert und die bereits schlüsselfertigen Musterhäuser standen für die zukünftigen Siedler zum Kauf bereit. Dazu gehörte auch dieses besondere Landhaus in der Wahnfriedstraße 1. Es war bereits 1909 fertiggestellt, wurde im selben Jahr vom königlichen Amtsgerichts-Kalkulator Hermann Franke erworben und zählt damit zu den ersten Bauten in der neu gegründeten Gartenstadt Frohnau.
Paul Poser kommt bei diesem denkmalgeschützten Landhaus ganz ohne Fassadenschmuck aus. Und dennoch fällt das einzigartige Haus mit seinem reichen Sichtfachwerk im Giebelbereich vor weiß geputzter Fassade, der bewegten Dachlandschaft und den weißen Sprossenfenstern mit passenden Holzfensterläden ins Auge. Die Veranda stellt die enge Verbindung zwischen Haus und Garten dar und versteht sich als Fortsetzung des Hauses im Freien.