

In der Lichtensteinallee (heute Senheimer Straße) plante die Berliner Terrain-Centrale kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein imposantes Gebäude für eine „Höhere Töchter Schule“. Paul Poser lieferte den Entwurf für den großen Gebäudekomplex am Rande des Erholungsparks.
Errichtet wurde 1913-1914 schließlich nur die Turnhalle, bevor der Kriegsbeginn die Arbeiten unterbrach. Während der Kriegszeit wurde der Bau als Lazarett für verletzte Soldaten genutzt. Seit 1921 diente das Gebäude der evangelischen Gemeinde als „Notkirche“. Nachdem 1935-36 das neue Gebäude der Johanneskirche am Zeltinger Platz realisiert werden konnte, wurde die Notkirche an die katholische Gemeinde verkauft. Nach einige Umbauten durch den Architekten Karl Kühn wurde aus dem Ursprungsbau die heutige katholische Kirche St. Hildegard. Der Bau beherbergt eine Reihe seit den 1940er und 50er Jahren eingebaute künstlerisch bemerkenswerte Glasfenster und Großplastiken. 1986 erfolgte die Errichtung eines Glockenturms.