An der Buche 17/21

Die Landhausgruppe „An der Buche“ oder „Am Berg“ in Berlin-Frohnau, 1909–1910 von Heinrich Straumer im Auftrag der Berliner Terrain-Centrale errichtet, zählt zu den herausragenden Ensembles der frühen Gartenstadt. In Zusammenarbeit mit Hans Hermann gruppierte Straumer vier individuell gestaltete Landhäuser um eine auf einer Anhöhe stehende Rotbuche, die als natürliches Zentrum der Anlage dient.

Die Hanglage wurde durch eine sorgfältig gestaltete Böschung mit Findlingsmauer gesichert und zugleich ästhetisch betont. Trotz ihrer unterschiedlichen architektonischen Ausprägung bilden die Häuser ein harmonisches Gesamtbild, das Straumers Anspruch an eine enge Verbindung von Architektur und Landschaft eindrucksvoll widerspiegelt.

Auch die Außenanlagen sind integraler Bestandteil des Konzepts und hochwertig gestaltet. Dazu zählt unter anderem eine bis heute erhaltene Brunnenanlage, die das Ensemble zusätzlich aufwertet. Während des Ersten Weltkriegs befand sich hier eine Außenstelle des Vereinslazaretts, das seinen Hauptsitz im Kasino hatte. Heute steht die Baugruppe als Gesamtanlage unter Denkmalschutz, die zugehörigen Freiflächen sind als Gartendenkmal geschützt.

Ausführlicher Text

Die Landhausgruppe „An der Buche“ in Berlin-Frohnau, 1909–1910 von Heinrich Straumer im Auftrag der Berliner Terrain-Centrale errichtet, zählt zu den bedeutendsten Ensembles der Gartenstadt. In Zusammenarbeit mit Hans Hermann gruppierte Straumer vier Landhäuser um eine auf einer Anhöhe stehende Rotbuche, die als identitätsstiftendes Zentrum der Anlage fungiert. Die natürliche Topografie wurde bewusst in die Planung einbezogen: Eine mit Findlingen gestaltete Böschung fasst den Höhenunterschied und verleiht dem Ensemble eine eindrucksvolle landschaftliche Einbindung.

Die Häuser sind individuell gestaltet, folgen jedoch einer gemeinsamen architektonischen Haltung. Charakteristisch sind die klaren Baukörper, steilen Dächer und die sorgfältig proportionierten Fassaden, die Straumers Verständnis einer modernen, zugleich traditionsbezogenen Landhausarchitektur widerspiegeln. Architektur und Garten sind dabei untrennbar miteinander verbunden – ein Prinzip, das sich auch in den qualitätvoll gestalteten Außenanlagen zeigt, zu denen unter anderem eine erhaltene Brunnenanlage gehört.

Der Architekturhistoriker Julius Posener würdigte das Ensemble als das einzige Mal , dass einem Architekten in jener Zeit Gelegenheit gegeben wurde, eine Gruppe von vier Landhäusern für den Verkauf zu entwerfen.

Während des Ersten Weltkriegs diente ein Teil der Anlage als Außenstelle des von Fürst Donnersmarck gestifteten Vereinslazaretts, dessen Hauptsitz im Kasino war. An der Buche waren vor allem verletzte Offiziere untergebracht.

 Heute steht das Ensemble als Gesamtanlage unter Denkmalschutz; auch die Freiflächen sind als Gartendenkmal geschützt. Die Unterschutzstellung durch das Landesdenkmalamt Berlin unterstreicht die herausragende städtebauliche, architektonische und gartenkünstlerische Bedeutung dieses frühen Frohnauer Bauensemble.