

Nach 1920 entstanden in der Gartenstadt angesichts der gewandelten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen vermehrt Mehrfamilienhäuser. Das 1925 errichtete Gebäude in der Zeltinger Straße 70 von Paul Poser ist ein typisches Beispiel für diese Bauphase während der Weimarer Republik. Poser gelingt hier – ähnlich wie an der Zeltinger Straße Nr. 3-5 – die Integration dieser größeren Baumasse in die durch Landhäuser geprägte Umgebung. Er gliederte dazu die Fassade durch Loggien, Gesimse und Klinkerflächen und gab dem Bau ein hohes Walmdach.
Die Erdgeschosswohnungen verfügen über Wintergärten und eigene Terrassen. Der hintere Grundstücksbereich ist als Gemeinschaftsgarten gestaltet. Das Gebäude ist heute in Eigentumswohnungen unterteilt. Dach und Keller wurde ebenfalls zu Wohnungen ausgebaut. Es steht nicht unter Denkmalschutz.