

Molkerei Qualitz. Um das Jahr 1911 errichtete der Architekt Paul Poser vermutlich im Auftrag eines privaten Bauherrn am Kasinoweg 7 die Gebäudegruppe der Molkerei Qualitz. Im vorderen Gebäudeteil befanden sich mehrere Wohnungen. Im hinteren Bereich, der durch einen Torbogen erreichbar war, lagen die Stallungen der Molkerei sowie weitere Gewerberäume. Später war im vorderen Gebäudeteil zeitweise auch ein Lebensmittelgeschäft untergebracht.
Die Gebäudegruppe wird heute ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt. Sie ist weitgehend original erhalten, steht aber nicht unter Denkmalschutz. Ähnlich wie die Glaserei Prippenow zählt die Molkerei Qualitz zu den wenigen Gebäuden der frühen Gartenstadt mit ursprünglich gewerblicher Nutzung. Außerhalb der zentralen Plätze wurden in der Regel nur reine Wohnbauten zugelassen. Paul Poser gelang es durch die geschickte Untergliederung der großen Baumasse und eine sorgfältige Gestaltung der Fassaden, die Gebäude harmonisch in die umgebende Landhausbebauung einzufügen.