

Das Landhaus Berger Im Fischgrund 41 ist ein Baudenkmal und steht unter Denkmalschutz. In der Denkmalliste wird es als Haus Berger mit Einfriedung und Eckpavillon, 1910 aufgelistet. Es zählt zu den ersten Bauten in der neu gegründeten Gartenstadt Frohnau, die am 07. Mai 1910 eröffnet wurde. Der Entwurf des Hauses stammt vom Architekten Paul Poser (1876-1940).
Das große Einfamilienhaus in besonderer Lage wurde im Auftrag der Berliner Terrain-Centrale (BTC) als schlüsselfertiges Musterhaus errichtet. Bemerkenswert ist, dass der Gartenbereich vom Gartendirektor der B.T.C. Ludwig Lesser geplant wurde und als Gartendenkmal gelistet ist, obwohl der Entwurf nur noch in wenigen Teilen erhalten blieb.
Ausführlicher Text
In Nachbarschaft zu dem damals reizvollen Schmuckplatz „Am Rosenanger“ ließ die Berliner Terrain-Centrale (BTC), die Immobiliengesellschaft des Fürsten von Donnersmarck, ein Musterhaus errichten. Der Entwurf für das prägnante Landhaus stammt vom Chefarchitekten der BTC, Paul Poser (1876–1940). Seine farbigen Entwürfe unterschiedlicher Landhäuser wurden in einer Werbebroschüre präsentiert, und die bereits schlüsselfertigen Musterhäuser standen für die zukünftigen Siedler zum Verkauf bereit.
Hier, in der Straße „Im Fischgrund“, nutzte Paul Poser geschickt die topografischen Gegebenheiten aus und platzierte das langgezogene Haus ganz vortrefflich oberhalb der Straße. Das repräsentative Landhaus zeigt sich mit geputzter Fassade und kleinen weißen Sprossenfenstern mit Holzläden. Mit dem großen Satteldach, das einseitig weit nach unten gezogen und durch einen Dacherker belebt ist, dem holzverschalten Giebel und dem erkerartigen Vorbau erinnert das Haus an den traditionellen Heimatstil und wurde 1910 fertiggestellt.
In der Denkmalliste ist es als „Haus Berger“ von 1910 verzeichnet und gehört damit zu den ersten Wohnhäusern Frohnaus. Den dazugehörigen steil ansteigenden Garten mit Einfriedung und einem schönen Pavillon plante der Gartenarchitekt Ludwig Lesser. Im Laufe der Zeit wurde dieser umgestaltet, um der Erosion entgegenzuwirken. Bemerkenswert ist die steil ansteigende Treppe, die am Pavillon einen Absatz aufweist.