

Das 1911 für Fritz Thiedig von Heinrich Straumer errichtete Haus gehört zu einer Gruppe kleiner Wohnhäuser in Berlin-Frohnau, die sich an englischen Gartenstädten orientieren. Es ähnelt formal dem Haus Bordt, weist aber einen größeren, zurückgesetzten Giebel auf und besitzt einen einfachen, großzügig geschnittenen Grundriss mit repräsentativen Räumen zur Straße und Wohn- und Essbereichen zum Garten. Im Erdgeschoss liegen u.a. ein Herrenzimmer, ein 27 qm großes Speisezimmer, eine 20 qm große Diele mit Veranda und die Küche; im Dachgeschoss sind über einen Vorplatz vier Zimmer und ein Bad erschlossen. 1935 wurde ein Garagenanbau durch den Architekten Paul Poser ergänzt.