

Grünfläche Wiltinger Straße. Das „Kriegerdenkmal“ wurde für die gefallenen Frohnauer Soldaten des Ersten Weltkriegs im Jahr 1922 errichtet und später mit einer weiteren Gedenkplatte auch den Toten des Zweiten Weltkrieges gewidmet.
Der Entwurf des Denkmals stammt vom Architekten Paul Poser (1876-1940). Als gelernter Steinmetz ist es Poser gelungen, durch die sich nach oben hin verjüngende Anordnung, die mit einem auf Eichenlaub gebetteten Soldatenhelm ihren Abschluss findet, ein würdiges Gefallenendenkmal zu schaffen.
Im Mittelteil des Denkmals wurden die Namen der gefallenen Frohnauer und die dazugehörigen Sterbeorte in den Naturstein eingemeißelt und nach Restaurierungsarbeiten durch vorgesetzte Plexiglasscheiben wieder lesbar gemacht.
Ausführlicher Text
Auch die Frohnauer wollten ihren im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohnern ein Denkmal setzen. Sie sorgten durch freiwillige Spenden für die Finanzierung und gaben den Entwurf des Gefallenendenkmals beim ortsansässigen Architekten Paul Poser (1876-1940) in Auftrag.
Das Kriegerdenkmal wurde in der kleinen Parkanlage, die sich damals noch im Besitz der Berliner Terrain-Centrale befand, 1922 mit einem Gottesdienst und einer kurzen Zeremonie eingeweiht.
Die Namen der gefallenen Frohnauer und die Orte, in denen sie ums Leben kamen, wurden an drei Seiten des Denkmals in den Muschelkalkstein eingemeißelt. An der vierten Seite des Steins ist ein Zitat von Theodor Körner zu lesen. Es ist ein Auszug aus einem Brief, den er seinem Vater schrieb, bevor er 1813 in den Krieg zog.
Das Kriegerdenkmal wurde später durch eine weitere Gedenktafel ergänzt und erinnert damit auch an die Toten des Zweiten Weltkrieges.
Aufgrund von Wettereinflüssen waren die eingravierten Namen und Schlachtfelder nicht mehr zu entziffern. In einer gemeinsamen Aktion mit dem Museum Reinickendorf, Schülern der Carl-Benz-Oberschule und einem Restaurator wurde im Jahr 2008 das Kriegerdenkmal aufwendig gesäubert und mit Hilfe von vorgesetzten Plexiglasscheiben die Namen und Orte wieder lesbar.
Den Namen des Baumeisters Poser findet man noch heute als Signatur im Steinsockel.