{"id":80,"date":"2026-03-24T17:17:00","date_gmt":"2026-03-24T16:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/zeltinger-strasse-53\/"},"modified":"2026-04-17T16:10:36","modified_gmt":"2026-04-17T14:10:36","slug":"zeltinger-strasse-53","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/heinrich-straumer-1876-1937\/zeltinger-strasse-53\/","title":{"rendered":"Zeltinger Stra\u00dfe 53"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"197\" data-id=\"294\" src=\"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-BAW-14-1912-300x197.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-294\" srcset=\"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-BAW-14-1912-300x197.jpg 300w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-BAW-14-1912-1024x674.jpg 1024w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-BAW-14-1912-768x505.jpg 768w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-BAW-14-1912.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"229\" data-id=\"297\" src=\"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-Garten-BAW-14-1912-300x229.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-297\" srcset=\"https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-Garten-BAW-14-1912-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-Garten-BAW-14-1912-1024x781.jpg 1024w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-Garten-BAW-14-1912-768x586.jpg 768w, https:\/\/www.gartenstadt-frohnau.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Janson-Garten-BAW-14-1912.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-custom-schild-hell-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-379543be39eb2fd7fbb2200e95416112\" style=\"border-top-left-radius:30px;border-top-right-radius:30px;border-bottom-left-radius:30px;border-bottom-right-radius:30px\"><strong>Haus Janson. <\/strong>Das markante Landhaus Janson in der Zeltinger Stra\u00dfe 53 wurde in den Jahren 1909-10 errichtet und steht heute als Baudenkmal unter Denkmalschutz.<br><br>Der Entwurf des Hauses stammt federf\u00fchrend vom Architekten Heinrich Straumer (1876-1937) in Zusammenarbeit mit dem Architekten Hans Hermann.<br>Straumer plante das ungew\u00f6hnlich gro\u00dfe L-f\u00f6rmige Einfamilienhaus f\u00fcr den Steinsetzmeister Franz Janson mit zugeh\u00f6rigem Wirtschaftshof im hinteren Bereich, bestehend aus Remise und St\u00e4llen.<br><br>Die gesamte Gartenanlage wurde von Ludwig Lesser, dem Gartendirektor der B.T.C.\u00a0 geplant. Das ehemalige Einfamilienhaus wird heute als Mehrfamilienhaus genutzt.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary>Ausf\u00fchrliche Informationen Haus Janson<\/summary>\n<p class=\"has-black-color has-custom-schild-dunkel-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-c8c274914df01beec5a75bbe4fb4f12e\" style=\"border-top-left-radius:30px;border-top-right-radius:30px;border-bottom-left-radius:30px;border-bottom-right-radius:30px\"><strong>Das Haus Janson<\/strong> ist eines der markantesten Straumer-H\u00e4user und befindet sich in der Zeltinger Stra\u00dfe Ecke Zerndorfer Weg. Es geh\u00f6rt zu den ersten Landh\u00e4usern, die in Frohnau gebaut wurden.\u00a0 In den Jahren 1909 \u2013 1910 errichtete Heinrich Straumer in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Hans Hermann das Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude f\u00fcr den Steinsetzmeister Franz Janson. Mit seiner breitgelagerten Fassade pr\u00e4sentiert es sich vis-a-vis vom Konzer Platz, der einstmals ein sch\u00f6n angelegter Schmuckplatz war. Das L-f\u00f6rmige Geb\u00e4ude mit seinen zwei Etagen besitzt ein Walmdach, dass einseitig weit nach unten reicht. In besonderem Kontrast steht die farbenfroh geputzte Hausfassade mit den kleinteiligen wei\u00dfen Sprossenfenstern, die b\u00fcndig mit der Hauswand abschlie\u00dfen. Auch ohne Fassadenschmuck entfaltet das Hauses eine gro\u00dfe Wirkung und wird durch das Bogenfenster links vom Eingang und dem ebenerdigen Anbau, einer Auslucht, an der rechten Seite belebt.\u00a0<br><br>Der Eingangsbereich ist nachtr\u00e4glich in den drei\u00dfiger Jahren eingebaut worden. Urspr\u00fcnglich befand sich der Zugang zum Wohnhaus vom hinteren Gartenbereich. Denn von der Stra\u00dfe aus f\u00fchrte im Vorgartenbereich eine Zufahrt zur gro\u00dfen Kutschdurchfahrt in den hinteren Teil des Anwesens. Dort befand sich der Wirtschaftshof, ein wichtiger Bereich f\u00fcr den Handwerksmeister Janson. Hier hatte er ausreichend Platz zur Lagerung seiner Baumaterialien und Werkzeuge. Die Remise und die St\u00e4lle wurden zur Unterbringung der Fuhrwerke und Pferde ben\u00f6tigt. An Auftr\u00e4gen mangelte es dem Steinsetzmeister sicher nicht, denn Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es in Berlin \u00fcblich B\u00fcrgersteige und Stra\u00dfen zu pflastern. Und trotzdem kam Franz Janson in wirtschaftliche Schwierigkeiten und damit in finanzielle Schieflage. Ein Verkauf des Hauses und des Grundst\u00fccks konnte zun\u00e4chst abgewendet werden und verblieb zumindest einige Jahre in Familienbesitz.<br><br>Typisch f\u00fcr die Landhausarchitektur von Heinrich Straumer ist die enge Verbundenheit von Haus und Garten. Das erzielte der Baumeister auch dadurch, dass das Erdgeschoss ohne Sockel errichtet wurde und die \u201eAuslucht (niedriger Fassadenvorbau)\u00a0 in den Gartenbereich hineinragt. Es war Straumer stets wichtig, auch die Gartenplanung in f\u00e4hige H\u00e4nde zu geben. Und so erfolgte auch bei diesem Bau eine Zusammenarbeit mit dem Gartendirektor Ludwig Lesser, der neben der Planung der \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen f\u00fcr die Berliner Terrain-Centrale auch freischaffend f\u00fcr private Bauherren aktiv war. Der Gartenarchitekt plante im hinteren Bereich des Hauses einen Nutzgarten. Der Vorgarten mit dem Zufahrtsweg wurde als Landhausgarten mit Blumenrabatten, gro\u00dfen Rasenfl\u00e4chen, Laubeng\u00e4ngen und Hecken angelegt. Zur Zierde dienten ein Wasserbecken und eine aufgestellte Skulptur.<br><br>Heute wird das ehemalige Einfamilienhaus und das gro\u00dfe Grundst\u00fcck als Mehrfamilienhaus genutzt, wobei die Remise abgetrennt und zu Wohnzwecken umgebaut wurde.<br><br>Die aus Stein gefertigte gro\u00dfe Windrose vor dem Hauseingang erinnert noch heute an Franz Janson.<\/p>\n<\/details>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Das Haus Janson<\/strong> ist eines der markantesten Straumer-H\u00e4user und befindet sich in der Zeltinger Stra\u00dfe Ecke Zerndorfer Weg. Es geh\u00f6rt zu den ersten Landh\u00e4usern, die in Frohnau gebaut wurden.\u00a0 In den Jahren 1909 \u2013 1910 errichtete Heinrich Straumer in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Hans Hermann das Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4ude f\u00fcr den Steinsetzmeister Franz Janson. Mit seiner breitgelagerten Fassade pr\u00e4sentiert es sich vis-a-vis vom Konzer Platz, der einstmals ein sch\u00f6n angelegter Schmuckplatz war. Das L-f\u00f6rmige Geb\u00e4ude mit seinen zwei Etagen besitzt ein Walmdach, dass einseitig weit nach unten reicht. In besonderem Kontrast steht die farbenfroh geputzte Hausfassade mit den kleinteiligen wei\u00dfen Sprossenfenstern, die b\u00fcndig mit der Hauswand abschlie\u00dfen. Auch ohne Fassadenschmuck entfaltet das Hauses eine gro\u00dfe Wirkung und wird durch das Bogenfenster links vom Eingang und dem ebenerdigen Anbau, einer Auslucht, an der rechten Seite belebt.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Der Eingangsbereich ist nachtr\u00e4glich in den drei\u00dfiger Jahren eingebaut worden. Urspr\u00fcnglich befand sich der Zugang zum Wohnhaus vom hinteren Gartenbereich. Denn von der Stra\u00dfe aus f\u00fchrte im Vorgartenbereich eine Zufahrt zur gro\u00dfen Kutschdurchfahrt in den hinteren Teil des Anwesens. Dort befand sich der Wirtschaftshof, ein wichtiger Bereich f\u00fcr den Handwerksmeister Janson. Hier hatte er ausreichend Platz zur Lagerung seiner Baumaterialien und Werkzeuge. Die Remise und die St\u00e4lle wurden zur Unterbringung der Fuhrwerke und Pferde ben\u00f6tigt. An Auftr\u00e4gen mangelte es dem Steinsetzmeister sicher nicht, denn Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es in Berlin \u00fcblich B\u00fcrgersteige und Stra\u00dfen zu pflastern. Und trotzdem kam Franz Janson in wirtschaftliche Schwierigkeiten und damit in finanzielle Schieflage. Ein Verkauf des Hauses und des Grundst\u00fccks konnte zun\u00e4chst abgewendet werden und verblieb zumindest einige Jahre in Familienbesitz.<br \/>\u00a0<br \/>Typisch f\u00fcr die Landhausarchitektur von Heinrich Straumer ist die enge Verbundenheit von Haus und Garten. Das erzielte der Baumeister auch dadurch, dass das Erdgeschoss ohne Sockel errichtet wurde und die \u201eAuslucht (niedriger Fassadenvorbau)\u00a0 in den Gartenbereich hineinragt. Es war Straumer stets wichtig, auch die Gartenplanung in f\u00e4hige H\u00e4nde zu geben. Und so erfolgte auch bei diesem Bau eine Zusammenarbeit mit dem Gartendirektor Ludwig Lesser, der neben der Planung der \u00f6ffentlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen f\u00fcr die Berliner Terrain-Centrale auch freischaffend f\u00fcr private Bauherren aktiv war. Der Gartenarchitekt plante im hinteren Bereich des Hauses einen Nutzgarten. Der Vorgarten mit dem Zufahrtsweg wurde als Landhausgarten mit Blumenrabatten, gro\u00dfen Rasenfl\u00e4chen, Laubeng\u00e4ngen und Hecken angelegt. 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